Die Appaloosas       

 


Es sollte 61 Jahre nach der Tragödie der Nez Perce dauern, 
bis Claude Thompson aus dem Staate Oregon im Jahr 1938 den 
Appaloosa Horse Club gründete und die Geschichte der Apploosas
 damit weiterschrieb. Mit ihm begannen einige engagierte Freunde
 und Züchter der Rasse die gefleckten Pferde der Indianer, bzw. 
was von ihnen übriggeblieben war, wieder zusammenzusuchen und 
eine neue Zucht aufzubauen.
Man darf davon ausgehen, daß in den Adern der modernen 
Appaloosas nur noch wenig Blut der ursprünglichen Indianerponys
fließt. Dennoch zeichnet sich der Apploosa bis heute 
durch seine Härte und Genügsamkeit aus. 

Die Rasse wurde wiederbelebt mit Hilfe 
von Einkreuzung mit Arabern, englischen Vollblütern und immer 
wieder Quarter Horses. In Typ und Verwendung entspricht er 
daher heute weitgehend dem des modernen Quarter Horse. Und 
als in den 80er Jahren auch einfarbige Appaloosas auf den anerkannten 
Appaloosa Horse Club Shows zugelassen wurden,
waren viele der Champions rein äußerlich nicht 
mehr von Quarter Horse zu unterscheiden.


Die Fellfärbung des Appaloosas kommt in vielen anderen 
Rassen auch vor. Die Roans sind z.B. sehr häufig bei den 
Connmeara Ponys zu finden, Tigerschecken kennt man auch von 
den Knabstuppern und einigen Ponyrassen. Viele andere Ponys
haben  alle Appaloosa Merkmale, was eine Verwechslung 
mit den Appaloosas der USA möglich macht.


Nur ein Pferd, daß über einen Abstammungsnachweis des 
Appaloosa Horse Clubs in Moscow Idaho / USA verfügt, darf 
sich zu Recht ein Appaloosa nennen und darf damit auf den 
anerkannten Shows des Clubs starten.
Der ApHC führt jährlich weltweit ca. 300 Shows durch, in denen
 Appaloosas gegeneinander antreten. Die Klassen und das 
Show System entsprechen weitgehend den Quarter Horse und 
Paint Shows. Wer sich genau kundig machen möchte, sollte 
das ApHC rule book studieren.


Heute hat der ApHC ca. 18.000 Mitglieder und hat insgesamt 
in den fast 50 Jahren seines Bestehens 550.000 Pferde 
eingetragen. In den letzten Jahren stagniert die Zahl der 
Appaloosa Freunde und die Rasse erreicht nicht die 
Wachstumsraten, wie sie die Quarter Horse 
und besonders die Paints zu verzeichenen haben. 
Das ist bedauerlich, denn der Appaloosa ist ein hartes 
und ausdauerndes Geländepferd, was ihn auch besonders 
für die Wander- und Distanzreiter interessant macht.
In Europa gibt es heute runde 1000 registrierte Appaloosas, 
davon stehen nur etwa 300 in Deutschland !
Was macht den Appaloosa zum Appaloosa ?


Es gibt vier Farb - Kriterien :

1. typische Zeichnung des Fells :
Tigerschecke
Blanket - weiße Decke über der Kruppe
Roan - marmoriert, stichelhaarig (kein Schimmel!)
Snowflake - weiße Tupfen über dem Körper
Spottet hip - weiße Flecken über der Kruppe
Es gibt auch zahlreiche Kombinationen aus all diesen 
Einzelmustern, so sind Roans mit einem Blanket 
und Spots darin keine Seltenheit.

2. gesprenkelte Haut an Maul und Geschlechtsteilen

3. weiß umrandete Iris (Auge) white Sclera

4. gestreifte Hufe

Um als Appaloosa vollständige Papiere (regular registration) 
des ApHC zu bekommen muß ein Pferd

1. von einem Appaloosa abstammen das andere Elterntier kann 
ein englisches Vollblut, ein Araber oder Quarter Horse sein.

2. muß es ein farbiges Fell haben und zwei der drei anderen 
Charakteristika erfüllen Rassestandart und Typ
Wenn man von der typischen Farbe absieht so entspricht der Rasse 
Standart des Appaloosas heute dem des Quarter Horse.
Der ursprüngliche Typ des Appaloosas als Indianer Pony ist damit
 weitgehend verloren gegangen. Die Einen begrüßen das, die anderen 
bedauern es. Wie auch immer, aus dem Blickwinkel des Trainers 
schadet gutes Quarter Horse Blut mit Sicherheit nicht.


Verwendung findet der Appaloosa heute in allen 
Sparten der Westernreiterei, der Freizeitreiterei und 
auch unter dem Englisch Sattel als Spring- und Dressurpferd.

Danke an Ekkehard!!!

TOP.gif (101 Byte)

HOME