Equipment für's 
Westernreiten

 

Trense

Pad

Sporen

Sattel

Bits

 

 

 

Trense (Bridle)

Das Kopfstück der Westernreiter unterscheidet sich etwas von den Trensen der klassischen Reiter. Zum Beispiel haben unsere Trensen meist nur einen Kehl- und einen Kinnriemen, die beide lose geschnallt werden. Ein mouth shutter (Riemen, der vor der Trense über die Nase rund ums Maul läuft) gibt es beim Westernreiten nur selten. Bei Einohrzäumen ist nur eine kleine passende Öffnung für ein Ohr vorhanden, also kein Stirnriemen. Hier ist auch meistens kein Kehlriemen vorhanden. So auch bei den "Zwei-Ohrzäumen", bei denen zwei separate Öffnungen für die Ohren vorhanden sind.

Zwei weitere wesentliche Unterschiede gibt es auch bei den Gebissen. Das Snaffle-Bit (Wassertrense) wird bei Pferden bis zum 6. Lebensjahr eingesetzt und wird meist in einen normalen Stirnzaum eingeschnallt. Pferde ab 6 Jahren werden oft im Bit (Kandarre) geritten die, zumindest auf Turnieren, an Einohrzäumen zu   finden sind. Es gibt aber keine Vorschriften, welches Gebiss in welche Trense gehört. 

  

 

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Pad (Satteldecke)

Die Western-Satteldecke hat die gleiche Funktion, wie bei den klassischen Reitern. Nur das die Pads meist dicker sind. Das liegt daran, dass auch der Westernsattel wesentlich schwerer ist und es somit für das Pferd angenehmer auf dem Rücken ist. Einige klassische Reiter sind der Meinung, dass dadurch der Kontakt zwischen Pferd und Reiter verloren geht, aber der Meinung bin ich (und wahrscheinlich auch viele andere) nicht.

Pads gibt es in den verschiedensten Variationen. Die häufigste Version ist wohl das Kodel-Pad. Das ist ein dickes Pad im Navajo ("Indianer") Muster, dessen untere Seite aus einem dicken Wolle-Syntethik Gemisch. Es gibt sie mit Widerristaussparung und ohne. Aber es gibt natürlich tausend und eine Version, wie z.B. Gelpads und und und.

Eine noch erwähnbare Art sind Satteldecken unter die ein dünnes Pad gelegt wird. So kann man schnell die Decke wechseln, z.B. für die Show oder zum Waschen. Denn es ist wesentlich leichter, nur die Satteldecke zu waschen, als das ganze dicke Kodel-Pad.

 

 

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Bits (Gebisse)

Ein ewig streitbares Thema sind Gebisse. Was aber wohl in jeder Reitweise gleich ist. Zuerst ist wohl  zu sagen, dass beim Westernreiten die Wahl der Gebisse grob durch das Regelbuch der verschiedenen Vereine vorgeschrieben wird. Pferde bis einschließlich 5 Jahre können mit einem Snaffle-Bit (Wassertrense) beidhändig oder einhändig im Bit (Kandarre) vorgestellt werden. 
Bei den Kandarren gibt es viele unterschiedliche Modelle. Nur einige kurz vorgestellt. 
A: Es gibt das "normale" Snaffle Bit mit Shanks, welches häufig für die Umstellung junger Pferde auf die einhändige Arbeit benutzt wird.
B: Da gibt es die sogenannten High- und Low Ports. Diese Bezeichnung stammt von dem kleinen Bogen in der Mitte des Gebisses, welches die Zungenfreiheit des Pferdes stark oder weniger stark einschränkt.
C: Spoon mouth Bits. Ein etwas schärferes Bit, das nur bei Pferden im höheren Ausbildungsstand verwendet werden sollten.

Oft zu finden sind Gebisse mit sogenanntem Sweet Iron Mundstück. Eisen das im Maul rostet und einen süsslcihen Geschmack abgibt. Im allgemeinen werden solche Gebisse sehr gut von Pferden angenommen. Natürlich gibt es Bits in tausend verschiedenen Formen und Gestaltungen. Vom pompösen Show Bit (D) bis zum normalen Trainings Gebiss.

In jeden Fall aber sollte das Gebiss auf das Alter und den Ausbildungsstand des Pferdes abgestimmt sein. Ein Patentgebiss für jede Situation gibt es nicht und man sollte sich nicht davor scheuen, auch 2 oder 3 verschiedene Gebisse zu haben, damit man variieren kann, und das Pferd fördert und nicht zu hart oder zu weich im Maul arbeitet.

A:

B:

B:

C:

D:

 

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Sattel

Danke für das Bild, mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von AD-Brand Saddlery Lukas Hodiamont 

Der Westernsattel ist ein Arbeitssattel, der vor allem einen bequemen Sitz und eine gute Widerstandsfähigkeit aufweist.
Jeder Westernsattel hat als Grundgerüst einen Sattelbaum, der aus Holz oder Kunststoff bestehen kann. Westernsättel besitzen eine große Auflagefläche, durch die das Gewicht des Sattels und des Reiters großflächig auf die Rückenmuskulatur und die Rippen des Pferdes verteilt wird.

So macht auch das wesentlich größere Gewicht des Sattels nichts aus. Das Reiterbein hat durch die breiten Fender keinen direkten Kontakt zum Pferd, was beim Westernreiten jedoch keine großen Auswirkungen hat. Das Pferd wird hauptsächlich durch Gewicht und Stimme geritten. Der Beineinsatz ist auch hier gegeben, jedoch nicht so stark wie bei der klassischen Reitweise. Auch werden durch diese breiten Fender die Bügeln in einer bestimmten Position gehalten, was den Sitz sicherer macht.

Die schweren Bügeln sind auch wenn man längere Zeit im Sattel verbringt sehr bequem.
Der Westernsattel sollte für Pferd als auch für den Reiter passend und bequem sein. Die Länge der Sitzfläche wird in Zoll gemessen. (1 Zoll = 2,54 cm).

Für jede Disziplin gibt es eigene Westernsättel. So ist beispielsweise die Fork bei einem Cutting Sattel wesentlich länger, damit sich der Reiter daran festhalten kann. Die Sitzfläche hingegen ist länger und ganz flach, damit er bei den rasanten Manövern genug Bewegungsfreiheit hat und dem Pferd "nicht im Weg ist". Aber natürlich erhält man auch Allround Sättel, die für die gängigen Disziplinen (Pleasure, Trail etc.) vollkommen ausreichend sind.

 

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Sporen

Sporen gibt es in den verschiedensten Formen und Farben. Aber vor allem die Länge des Halses und die Anzahl der Zacken am Sporenrädchen geben Auskunft über die Stärke. Harmlose Sporen haben beispielsweise kurze Hälse und Räder mit mehr als sechs Zacken, die abgerundet sind und sich leicht abrollen lassen. Sporen sollen eine Verfeinerung der Hilfengebung darstellen und nicht, wie ich es schon bei manchen Turnieren gesehen habe, einfach "hineingerammt" werden. Denn auch wenn manche "Geräte" noch so brutal aussehen - richtig eingesetzt fügen sie dem Pferd keinen Schaden zu. Es kommt also auch hier, wie in so vielen Fällen, ganz auf das reiterliche Können an.

 

 

Auch hier wird noch tüchtig ge.......           pirat.gif (9256 Byte)

 

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